"Mutter Erde" - Das Mentale der Menschen und das Elementare der Erde



Text vom Sept. 2011 zu Atomenergie, Fukushima und den Verbindungen des Mentalen der Menschen mit dem Elementaren der Erde. Immer noch brandaktuell!



Im letzten Jahr kam mir, auf dem Umweg über den Lesetisch meiner Tochter, der Roman "Der Schwarm" von Robert Schätzing in die Hände.
Erst habe ich nur mal so 'hineingelesen'. Dann kam ich aber schon nach einigen Seiten nicht mehr aus dem Lesen raus … und habe so den ganzen Roman innerhalb einiger Tage 'verputz'.

In dem – überaus spannend geschriebenen- Roman geht es, kurz zusammengefasst, um eine sich zunehmemd vernetzende und letztendlich weltweit agierende Offensive von Meeresbewohnern diverser Gattungen gegen den Menschen und dessen Umtriebe und technische Manifestationen in den Weltmeeren. Das fängt an mit dem Angriff bisher harmloser Makrelen auf ein kleines Fischerboot vor Peru, geht weiter über kleinste Würmer, die sich in unterseeische Steilhänge an Küsten Norwegens bohren und diese kollabieren lassen, durch Rutschungen und Meeressenkungen ausgelöste Tsunamis, Angriffe von Orcas auf Touristenschiffe und etliche andere Ereignisse, die man kurzum benennen könnte: Das Meer ist die Dummheit und Hybris der Menschheit kräftig satt und haut dieser die Folgen ihres Handelns mit gewaltigen Katastrophen um die Ohren. 
Das Interessante an der Geschichte - und der Grund, warum ich das hier einbringe- aber ist, dass irgendwann eine der Hauptfiguren des Romans darauf kommt, dass diese Angriffe nicht aus einer tumben Sphäre biologischer Instinkte kommen können, sondern von einer überragenden Intelligenz, älter als der Mensch, koodiniert und gelenkt sein müssen.
Beim Lesen dieser Stelle, an der jemand dahinter kommt, was da eigentlich los ist, hatte ich das Gefühl, dass der Autor da unversehens eine Wirklichkeit beschreibt, die mich auch schon seit geraumer Zeit 'umtreibt': Die Lebensebenen der Erde sind intelligent und vernetzt!

Das Wasser und seine Lebewesen, sind nicht bar jeglicher reaktiver Qualitäten gegenüber dem Menschen! Das Meer mit seinen 'Bewohnern' kann zum Gegenangriff übergehen!

Ist das nur Fiktion?
Nur Romanstoff für das Abenteuer im Lesesessel?
Oder kann so etwas – jedenfalls in der Richtung – wirklich geschehen?
Wäre das möglich?
Die Frage nach einer solchen Möglichkeit, stellte sich mir vor allem nach der Ölpest im Golf von Mexiko und der relativen Folgenlosigkeit auch dieser Katastrophe.
Kurze Betroffenheit-Arie in den Konzernzentralen... inkl. geflissentlicher Pflicht-Entlassung ... und der Ölbohr-Wahnsinn in der Tiefsee geht ungebremst weiter!!

Doch, wer kennt wirklich die Stabilitätsverhältnisse von Meeresböden?
Wer kann sicher sagen, wie sich Druck und Gewicht unter einigen Kilometern Wasser verändern, wenn das darunter liegende Öl abgepumpt wird?

Es ist nicht zu erwarten, dass die Dinge sich so abspielen werden wie in Schätzings Roman, aber etwas in dieser Richtung liegt nach meinem Empfinden förmlich 'in der Luft'.

Kommt in Gestalt von Romanen und fiktiven Geschichten mit reichlich Katastrophen-Kitzel, tatsächlich und entscheidend die Frage auf uns zu, ob in etlichen Lebensbereichen eine tiefere, und bezogen auf den Menschen reaktionsfähige, Intelligenz vorhanden ist?
Ich kann mich des Eindrucks nicht entziehen, dass es genau diese Frage ist, die neuerdings in vielen Geschichten, Romanen, Filmen etc. in unterschiedlichsten „Einkleidungen“ auftritt …. und hinter den Vorhängen des Alltagsgetriebes ganz kräftig rumort.
(Egal ob das Meer und seine Bewohner sich wie im „Schwarm“ intelligent vernetz oder z.B. in „Avatar“ die Intelligenz der Natur im Verbund mit den Ureinwohnern eines fernen und fiktiven Planeten sich gegen die raubbauende Eindringlinge von der Erde zur Wehr setzt, -eine ähnliche Darstellung von vernetzter Abwehrschlacht der Natur findet sich auch schon im „Herr der Ringe“- es ist ist nicht von der Hand zu weisen, dass in diversen Bereichen des populären Literatur- u. Filmschaffens, eine Intelligenz-und Bewusstseins-Grundlage der Natur dargestellt wird.)

Nochmal: Ist das nur Fiktion? 
Ist das lediglich eine „Story“, die gerade ganz gut zu vermarkten ist?
Oder liegt da unterschwellig etwas in der Zeit, das nun irgendwie, und sei es über moderne „Mythen“, an die Oberfläche drängt …. und eigentlich ernsthaft ins Bewusstsein kommen will?
Sind diese ganzen Geschichten, die zur Zeit, und des öfteren enorm erfolgreich, um die Welt ziehen nur von ungefähr da, oder geht uns das etwas mehr an als sich bei oberflächerlicher Betrachtung vermuten lässt?
Nach meinem Empfinden geht es um Letzteres! Da ist viel mehr 'angesagt'.

Ich habe den Eindruck, dass das Verhältnis Mensch-Leben-Natur in vielschichtiger Weise 'neu formatiert' und irgendwie 'enger' wird.
Mensch und Natur werden zueinder 'bezogener' . Gewissermaßen gibt es immer weniger Um-Welt und immer mehr Mit-Welt. Immer mehr Teilhabe der Natur in ihrer geistigen Wesenshaftigkeit an den Taten der Menschen. Das betrifft auch ( und vor Allem ) das Denken!

Das DENKEN!
Die Leitgedanken und Leitplanken der großtechnischen Welteroberung und Profitabsicherungen:
DIE MENTAL-PROJEKTE!

„Mental-Projekte“ sind für mich die großen Leit-Gedanken, die zentralen und mit gößtem Aufwand forcierten Ideen, die sich dann irgendwann in technischer Form 'niederschlagen'.
An erster Stelle der 'Mental-Projekte' steht dabei die Atom-Bombe und damit unlösbar verbunden ein weiteres, das sich „weltweite atomare Abschreckung“ nennt.
Was ist das für eine Idee von der Welt, die dahin kommt, dass zur Wahrung und Absicherung von bestenfalls nach Jahrzehnten zu zählenden strategischen Allianzen, politischen Einflußsphären etc., die Erde selbst mit der absoluten Auslöschung im AtomTod zu bedrohen sei?
Was passiert da seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts?
Mit der Erde?
Oder, genauer gefragt, im Bewusstsein der wesenhaften Gestalt-und Lebensträger der Erde?
Nix?
Was passiert, wenn unsere große Grundkonstante im Denken, dass es eben solche „wesenhaften Gestalt-und Lebensträger der Erde“ gar nicht gibt, nicht zutrifft?!
Wenn es nicht nur um diese oder jene Befindlichkeiten unter Nationen geht, die sich den Globus unterm „atomaren Schutzschild“ so oder so aufteilen oder streitig machen etc.
(Und in Dumpfheit, Gier und Wahn, als nächstes Mental-Projekt, ihre paranoiagefärbten Raubzüge noch in den Weltraum und in die letzten Tiefen der Ozeane tragen.)
Was 'sagt' die Erde dazu?
Nix?
Passiert da nichts, wenn über Jahrzehnte hinweg tausende Atom-Sprengköpfe gebaut, eingebunkert oder auf Raketen geschraubt werden?
Ist demgegenüber das Bewusstsein der Gestalt-und Lebensträger der Erde genauso ausgeblendet, wie das der Menschen?
Hält „Mutter“ Erde jede Paranoia aus?
Stillschweigend – ohne Resonanz – ohne Gegenwehr?
Oder ist damit zu rechnen, dass hier ein Schnittpunkt erreicht ist, der nicht weiter mißachtet werden darf?
Ist es unvorstellbar, dass dann von der Erde selbst der Versuch unternommen wird, buchstäblich die Menschheit wachzurütteln?!

Wie das hinsichtlich der Katastrophe von Fukushima zu sehen ist, mag jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Für mein Erleben war von der ersten Minute an "Fukushima" ein Stellvertreter-Ereignis, das nicht nur Japan betrifft.
Was dort passiert ist, passiert und passieren wird, geht die ganze Menschheit unendlich viel an!
Wenn aber auch diese Katastrophe letzendlich nur zu einer technischen Bewältigung Anlaß geben sollte und ein schneller und weltumspannender "Richtungswechsel" hinsichtlich der Menschheits-Projekte ausbleibt, sind noch andere 'Natur-Gewalten' wahrscheinlich.


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