Fukushima....open End.

Bei den neuesten Meldungen zu Fukushima habe ich den Eindruck, dass das was in Fukushima tatsächlich los ist, erst jetzt in die Wahrnehmung tritt....und wenigsten ansatzweise realisiert wird 'was noch kommen kann'.
Und da ist erschreckenderweise noch einiges möglich!
Bis hin zu einem Zusammenbrechen der Abklingbecken in Reaktor 4 und einem unweigerlichen Kühlwasserverlust mit anschließender Schmelze von ca. 1500 hochradioaktiven Brennstäben.

Dann dürfte selbst Tokyo in der akuten Gefahrenzone liegen!

Was passiert dann?

Kann eine Metropole wie Tokyo mit ca. 35 Millionen Menschen überhaupt evakuiert werden?

Oder würde ein 'Abwandern' nur für diejenigen möglich sein, die es 'sich leisten' können und die entsprechenden Verbindungen haben?
Welche Teile Japans bleiben dann noch 'bewohnbar'?
Um wie viel Prozent wird das Staatsgebiet dadurch reduziert?
Wie werden die Menschen in relativ unverseuchten Gebieten auf 'Atomflüchtlinge' reagieren?
Kommen da Polizei und Militär zur 'Sicherung der Sperrzonen' zum Einsatz?
Werden ganze Städte oder Bezirke, da unrettbar verloren, als 'Atomghetto' sich selbst überlassen?

Diese Fragen erscheinen mir vor dem Hintergrund des industriepolitisch-kriminellen Geflechts im japanischen „Atomdorf“ und der bisherigen 'Krisenbewältigung', die sich namentlich durch Vertuschen und Verdrängen kennzeichnet, als schlichtweg unumgänglich. (Und selbst bei rudimentärster Neigung den Tatsachen ins Auge zu blicken als unausblendbar!)

Ähnliche Fragen sind – ggf. nationalpolitisch 'gefärbt-' selbstverständlich an alle Staaten mit Kernkraftsnutzung zu stellen.
Auch hier in Deutschland!
Hier, wo man die Energiewende in einer hanebüchenen Diskussion um die Strompreise 'auf ein vernünftiges Maß verlangsamen' will und von einem „schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie im Zeichen der Vernunft“ spricht etc.etc … und im Zeichen dergestalt selbstherrlich bescheinigter „Vernunft“einige Energie-Strategen unermüdlich selbst diesen schrittweisen Ausstieg torpedieren!
( z.B: über die EU)
Wo sind also hierzulande, um mal 'vor der Haustür zu bleiben', die Katastrophenpläne für den 'Ernstfall'? Wie sehen die aus? Was 'steht dann an'? Wer ist da auf was vorbereitet? ( jenseits des Löschzugs der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort)
An welcher Stelle (im Internet ?) kann sich jeder Bürger informieren, mit welchen Maßnahmen er im 'Falle des Falles' zu rechnen hat? Was wird in Ballungsgebieten wie koordiniert. Wer mißt die Radioaktivät? Wo sind die Werte – mitsamt wahrheitsbasierten Handlungsanweisungen- für die Bevölkerung erfahrbar?
Oder ist das in Deutschland ähnlich gut vorbreitet wie in Japan?

Denn da gab es keine ernstzunehmende Katastrophenplanung, weil schlichtweg ausgeschlossen wurde, dass etwas passieren konnte, von dem auf technisch-politisch- administrativer Ebene beschlossen war, dass es nicht passieren könne!
Aber es passierte trotzdem!!
Und es passierte so, dass die Menschen innerhalb von Stunden ihre Häuser verlassen und ihre Heimat aufgeben mussten. Selbst dort wo sich die Menschen retten konnten ---und mangels wahrheitsgemäßer Information sich manchmal noch in besonders verstrahlte Regionen geflüchtet hatten-sind tausende Tiere eine qualvollen Hungertodes gestorben!

Wann, so frage ich mich, geht auch dem letzten Verkünder der Mär vom billigen Atomstrom unwiderruflich auf, dass das Risiko der Atomenergie schlicht und ergreifend heißt:
und morgen in einer sterbenden Welt!!

Wann versteht auch der Allerletzte, insbesondere in den Reihen hiesiger 'Christlicher Politik', dass Fukushima ein ( letzter?!! ) Warnschuss an die gesamte Menschheit war, mit dem die Kräfte der Erde gezeigt haben, dass sie viel mehr 'können' als sich die Sachvervalter der technischen Weltunterwerfung mit ihren 'sichersten Kernkraftwerken der Welt ' jemals haben träumen lassen!!
Die schleichende Vernichtung ihrer Lebenskräfte durch Verbreitung künstlicher Radioaktivität durch Kernkraftwerke – auch nicht der 'sichersten der Welt'- kann und wird die Erde nicht reaktionslos hinnehmen.

Und in diesem Sinn GEHT FUKUSHIMA DIE GANZE WELT AN!

Aber das ist in der eigentlichen Tiefe und Konsequenz nirgendwo begriffen worden!

Angesichts von 2½ Jahren alleinigem 'Werkeln' von TEPCO, ohne ein Eingreifen der 'Weltgemeinschaft', ist zu konstatieren, dass im maßgeblichen Verbund von Atomwirtschaft, Politik und Medien die Warhrnehmungsfähigkeit gegenüber dem tatsächlich drohenden Ausmaß realer Gefahren ins Pathologische reduziert ist!
Oder wie ist das von der 'geistigen Qualität' zu bewerten, wenn die 'staatstragende' japanische Mentalität das Herbeirufen von Hilfe als Eingeständnis von 'Schwäche' definiert, die wiederum einer 'Schmach' gleichkommt ….und aus diesem Dünkel sträflich lange gezögert hat um internationale Hilfe zu bitten?!! Was ist da los in der Wahrnehmung? Was ist da buchstäblich ver-rückt, wenn es jetzt erst dahin kommt, dass 'Fukushima' endlich jenseits eines Atomindustrie-Desasters von TEPCO und einer japanischen 'Nationalbefindlichkeit' erfasst wird...und entsprechende internationale Maßnahmen 'angefragt'! werden!??

Fazit:
Wenn die Welt jetzt nicht endlich aufwacht und jenseits von Industrie-u. Gefälligkeitspolitik realisiert, dass Fukushima das 'Schlachtfeld' eines neuen leisen Weltkriegs* ist...und sich einer solchen Situation angemessen in einen 'hochgerüsteten Einsatz' begibt, stehen gravierendste Folgen für die gesamte Menschheit vor der Tür.
Auch jenseits technologischer Versuche einer Schadensbegrenzung (sofern überhaupt möglich) gilt es, endlich den buchstäblich'elementaren Widersinn'der Atomtechnik gegenüber allem Lebendigen zu begreifen...und radikal und weltweit auszusteigen!

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*s.
Atomenergie und künstliche Radioaktivität-Der leise „gegen die ganze Welt Krieg“!
( hier im Blog: http://atomwecker.blogspot.de/2012/08/atomenergie-und-kunstliche.html








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